Schattenselfie

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Mein müdes Schattenherz
fliegt in halbwacher Stunde
zu dir hin
betrachtet gestern, heute
nie kommt das Morgen,
schwer wiegt die Einsicht
schwerer noch die Hoffnung
leicht nur der Traum,
der im ersten Tageslicht verdunstet,
das flatterhafte Schattending
näh ich zurück
in meine Brust.

© Ricarda Righetti

Schweres Erwachen

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Schwerfällig
weicht der Traum aus mir,
seine Umarmung spür ich noch
wenn feuchter Nebel
über Wiesen schwebt.
Der weiße Kuss in Graserregung
schmeckt lange bittersüß
auf trockner Zunge,
das eben warme Herz
gefriert im Kältemorgen,
wird konserviert in Salzkristallen
bis die Nacht es zu sich holt
und glutrot ertränkt
in hoffnungstiefen Bildern.

© Ricarda Righetti

Bei dir

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Mein Körper atmet aus.
Wenn er die alten Bücherrücken riecht
weicht die tagetiefe Spannung
einer neuen Plätschermelodie
in der Glühbutterteebiertasse
versinken lächelnd Nullzeitshakespeareworte
bis auf den Grund der Neujahrszeiger
legen sich bunte Denkariumsgedanken
um kurz nur
all das Karusselgekreise
leise anzuhalten.
Bis zum nächsten Atemzug.

© Ricarda Righetti

Zeitlos

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Weiß bleibt das Ziffernblatt
wenn das Hirn im Nebel liegt
winden sich wabernde Stunden
um wirr zuckende Gedanken
verknotet sich ein umgestülpter Tag
in frechen Zipfeln der Bettdecke
klebt kalter Albtraumschweiß
auf frierenden Zehen
sammelt sich warmer Morgentau
in dunklen Mulden des Fieberwahns
ticken viel zu laute Zeiger
im Takt einer fremden Zeit.

© Ricarda Righetti

Fackelgeister

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Auf leeren Straßen
treffe ich bunte Geister
mit Fackeln, Zorn, Sturm
tragen sie vergangene Bilder
zurück in die Köpfe
drängt ängstliche Unsicherheit
gegen Vernunft
lehnt sich Hass
auf die dunkle Seite
möchte ich nicht folgen,
doch ob die Macht
stark genug ist
Wiederholungen zu vermeiden
bleibt eine letzte Hoffnung.

© Ricarda Righetti

Blessed be

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Der Schleier fällt
heut Nacht
wird er zu einem Flüstern
rauscht die Luft
zusammen mit der Dunkelheit
spazieren Geisterscharen
durch die Straßen
fließen Anderswelten
in alle Energien
mischt sich
ein schwarzer Nebelfaden
webt den neuen
dunklen Schleier,
der fallen wird
in einer andren Nacht.

© Ricarda Righetti

Albtraumwalzer

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Schwer liegt der Mond auf mir.
Ein Hammer hinter den Augenlidern.
Laut
Wälzt sich das Hirn
durch die flimmernde Dunkelheit.
Gräbt Vergessenes aus,
paart sich mit dem ewig drückenden Alb.
Qualvoll zuckt der kleine Tod
im wimmernden Schlaf
kehrt keine Ruhe ein.
Schreiend liegt der Mond auf mir.
Reißt mir die Augen auf.
Die Erschöpfung tanzt
in der nicht endenden Nacht
kreischen hilflose Geister.
Leise
streichelt das Licht meine Poren
mit Sandpapier.
Alles ist rau und wund.
Schwer liegt der Mond auf mir.

© Ricarda Righetti